Eine Schmerz-Meditation

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Meditation Schmerz loesen

Schmerz-Meditation 1 – sich rings um den Schmerz öffnen

Nimm im Sitzen oder Liegen eine Position ein, die angenehm für dich ist. Richte dich in dieser Position so ein, dass du die Präsenz des ganzen Körpers optimal fühlen kannst.

Lenke deine Aufmerksamkeit auf den Empfindungsbereich, der unangenehm für dich ist.

Richte deine Aufmerksamkeit vollständig auf diesen Bereich. Das Gewahrsein erfasst jeden einzelnen Moment der Gegenwart, damit du alle aufkommenden Empfindungen wahrnehmen kannst.

Fühle das Unbehagen ohne Widerstand.

Jeder einzelne Augenblick scheint neue Empfindungen hervorzubringen.

Verkrampft sich der Körper gegen den Schmerz? Fühle, wie er ihn wie mit einer Faust umschließen will – wie er ihn aus dir hinausdrängen will.

Lass es zu, dass sich dein Körper dieser Empfindung öffnet. Fühle, wie sich Spannungen und Widerstände bilden, die diese Empfindungen eindämmen wollen.

Dränge den Schmerz nicht zurück. Lass ihn einfach vorhanden sein. Fühle, wie der Körper ihn isolieren will, ihn aus dir hinausdrängen will. Vergegenwärtige dir diese Faust. Du spürst die Spannung des Widerstandes im ganzen Körper.
Fühle, wie der Körper jede neue Empfindung umklammert.

Beginne allmählich, diese deine Empfindungen einschließende Umklammerung zu lockern. Denn schon das geringste Widerstreben kann so schmerzhaft sein. Öffne dich. Werde weicher. Lass die Empfindung sich entfalten. Lass es zu, dass sich die Faust in jedem einzelnen Moment ein wenig weiter öffnet. Gib der Empfindung einen Spielraum.

Lass den Schmerz los. Warum solltest du noch einen Moment länger an ihm festhalten?

Öffne dich. Werde rings um die Empfindung ganz weich. Löse nach und nach den Griff der Faust des Widerstandes.

Die Handfläche dieser Faust wird weich. Die Finger beginnen ihren Griff zu lockern. Lass die Empfindung sich entfalten.

Die Faust gibt nach. Öffnet sich mehr und mehr. Von Augenblick zu Augenblick lst sie sich vom Schmerz. Gib die Angst auf, die ihn umschließt.

Werde der Angst gewahr, die sich um den Schmerz her aufgestaut hat. Lass diese Angst schmelzen. Lass die Spannungen sich lösen, damit die Empfindungen frei ausstrahlen können. Versuche nicht, den Schmerz gefangen zuhalten. Lass ihn frei fließen. Umschließe ihn nicht länger mit dem Griff des Widerstandes. Fühle deinen Weichheit und Entspannung. Die Emfpindung entfaltet sich in deiner Offenheit.

Die Faust öffnet sich. Ein Finger nach dem anderen löst seinen Griff.

Die Empfindung ist nicht mehr im Widerstand gefangen. Du öffnest dich.

Entspanne den Schmerz. Lass den Schmerz vorhanden sein. Löse dich von dem Widerstand, der die Empfindung ersticken will. Öffne jeder einzelnen Empfindung den Eingang in dein Bewusstsein. Du hälst nichts fest. Du drängst nichts zurück. Der Schmerz beginnt frei im Körper zu fließen.

Du hast dich von aller Verklammerung gelöst. Nur Gewahrsein und Empfindung bestehen noch und fließen ineinander – Augenblick für Augenblick. Sanft dringen sie ein in das weicher werdende Fleisch.

Die Faust hat sich zu einer weichen, weiten Handfläche geöffnet. Die Finger haben sich gelöst. Keine Spannung, keine Verklammerung.

Der Körper bleibt weich und offen. Die Empfindung kann frei fließen. Leicht. Sanft.

Du bist ganz weich und lässt den Schmerz sich frei entfalten.

Nur eine Empfindung. Frei fließend im weichen, offenen Körper.